OPTICON 2: erster Test und sogleich Bestnoten mit "Highlight"-Auszeichnung

Das Online-Magazin i-fidelity.net testet exklusiv die brandneue Regalbox OPTICON 2. Das Fazit in zwei Worten: "Chapeau, DALI."

"Es ist kein Geheimnis, dass sich effekthaschende Lautsprecher leichter verkaufen lassen. Ein bisschen Mehr in Bass und Hochton sorgt beim Hörtest im Laden für eine Überbeeindruckung, die sich aber binnen Tagen in Frust verwandelt – für genussvolles Hören ist Zischen und Dröhnen auf Dauer einfach tödlich. Die OPTICON 2 zeigt in dieser Hinsicht keinerlei Ambitionen, sie überzeugt stattdessen mit echten Tugenden. So darf Udo Lindenberg seinen Titel 'Cello' live auf großer Bühne interpretieren. Dabei gelingt die Abbildung der Stimme im Zentrum zwischen den Lautsprechern perfekt. Jegliche Änderung der Distanz zwischen Schnodderlippe und Mikrofon wird akribisch übertragen. Faszinierend ist dabei die Schnelligkeit der OPTICON 2, das klingt alles frisch und knackig.

Wenn Mark Gillespie 'Crazy' unplugged interpretiert, wird klar, dass die DALI-Entwickler auch Transparenz und Durchsichtigkeit mit nur einer Kalotte anstatt des ansonsten gerne verwendeten Hybridhochtöners – er verfügt über ein zusätzliches Bändchen – erzielen können. So perlen die Gitarrensaiten realistisch aus den Lautsprechern, es ergibt sich ein exzellenter musikalischer Fluss. Bei den Tieftonanteilen fehlt zwar ein kleiner Teil des unteren Spektrums, was allerdings viel weniger stört, als würde man trickreich aus dem Gehäuse ein Volumen erzeugen, das zwar spektakulär, aber auf Dauer nur nervig ist. Da ist uns die auf der Membran-Geschwindigkeit beruhende Präzision viel mehr wert. Deutlich punkten kann die OPTICON 2 mit einer für diese Klasse ungewöhnlichen Geschlossenheit der räumlichen Abbildung. Die Größenverhältnisse stimmen einwandfrei – wer hätte schon Lust, sich eine drei Meter lange Bassgitarre anzuhören?

Sophie Hunger hat auf ihrem Album 'Souldier' den Titel 'The Danger Of Light' verewigt. Die sanften Klavieranschläge zu Beginn müssen absolut realistisch sein, und das heißt, dass sie eher mit dunkler Klangfarbe ertönen sollten, sonst verliert das faszinierende Stück substanziell an Ausdruckskraft. Ebenfalls alles andere als einfach ist die Wiedergabe der Stimme der jungen Schweizer Musikerin. Hier lehnt sich die OPTICON 2 ganz klar bei ihren größeren Geschwistern an und bietet ein Maß an Ausgewogenheit, welches in dieser Preisklasse höchst selten vorkommt – und genau diese Ausgewogenheit ist der Garant für langzeittaugliches Hören.

Fazit
Die OPTICON 2 sind hervorragend klingende Schallwandler. DALI hat sich nicht dazu hinreißen lassen, eine spektakulär tönende Box zu entwickeln, deren Reiz nach den ersten Stunden des Hörens verflogen wäre. Stattdessen spielen diese kompakten Lautsprecher mit Geschlossenheit, guter räumlicher Abbildung und im Klassenvergleich neutral. Das macht sie keinesfalls langweilig, sondern zu einer der preiswertesten Möglichkeiten überhaupt, Musik auf ordentlichem Niveau zu genießen. Chapeau, DALI."

Klangqualität: überragend
Labor: gut bis sehr gut
Verarbeitung: sehr gut

Lesen Sie hier den gesamten Test

 

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