SPEKTOR 6: Kaufempfehlung von AUDIO

Im Vergleich mit vier mehr als doppelt so teuren Standboxen behauptete sich die SPEKTOR 6 souverän und wurde für ihr exzellentes Preis/Leistungsverhältnis ausgezeichnet.

In einem Vergleichstest des Fachmagazins AUDIO traten fünf preiswerte Standlautsprecher gegeneinander an – dabei war die DALI SPEKTOR 6 mit ihrem Paarpreis von 600 € weniger als halb so teuer wie die anderen zwischen 1.250 und 1.400 € kostenden Modelle.Dennoch lag sie in der Gesamtwertung nur fünf Punkte hinter dem Testsieger zurück und sicherte sich die AUDIO-Empfehlung für ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis:

"Die DALI SPEKTOR 6 ist der mit Abstand der günstigste Kandidat in diesem Test. Was kann man für 600 Euro erwarten? Die DALI-Strategen bieten überraschend viel für diese Summe. So sind alle Chassis in hauseigener Regie entstanden. Höchstes Erkennungszeichen: die rot eingefärbten HoIzfasermembranen. Die gibt's nur bei DALI. Die Dänen setzen auf eine Mischung mit einer bewusst chaotischen Anordnung auch längerer Holzfasern. So sollen störende Resonanzen minimiert werden. Stattlich ausgefallen ist dazu der Magnet. So bauen keine Sparer, das ist Feinkost. Dazu gibt es eine sehr leichte, schwingungsfreundliche Hochton-Gewebekalotte, eingesetzt in eine sanfte Hornrundung, um das Abstrahlverhalten zu optimieren.

Aber irgendwo müssen die Entwickler doch gespart haben? Vielleicht beim Gehäuse. Doch auch das ist aller Ehren wert, nicht ultra-schwer, aber offensichtlich stabil und verstrebt. Einzig gibt es Folie statt Furnier – was aber sehr ansprechend aussieht und keinesfalls einen billigen Eindruck aufkommen lässt.

Abermals: 600 Euro kostet das Paar. Welche Werte werden unsere Ohren überraschen? Wir waren gespannt. Und begannen sanft. Zuerst legten wir ‚My Valentine’ von Paul McCartney auf. Das ist eine feine Ballade mit Luxusmusikern an den Instrumenten. Eric Clapton spielt die Gitarre, Diana Krall sitzt am Flügel. Zudem gönnte sich McCartney noch ein komplettes Symphonieorchester. Die DALI SPEKTOR 6 ließ die Musik äußerst entspannt auferstehen, genau wie es der Komponist wollte, kongenial fast. Wir hörten den feinen Raum, die zarten Gitarrenklänge, die perfekt fokussierte Singstimme zwischen den Boxen. Nie und nimmer hätten wir dieses Duo auf 600 Euro eingepreist.

Wie steht es mit den großen Tönen? Wieder haben wir zum direkten Vergleich unsere Paradeeinspielung von Puccinis ‚Turandot’ zurate gezogen. Da tönt im Schlagzeug oft und ausgiebig die Qroße Trommel – ultraschwere Schläge im tiefsten Basskeller. Die SPEKTOR 6 hatte nicht ganz die Wucht, wie sie beispielsweise die große Magnat in diesem Testfeld hatte. Doch die Form war da. Der Bass ging nicht extrem tief, war aber formschön, klar in den Konturen. Kein Wummern, sondern ein klar abgegrenztes, musikalisches Erlebnis. Dazu eine famose Vorliebe für die räumliche Abbildung. Hier stimmte jedes Detail, die Weite des Aufnahmeraumes, die Strahlkraft der Blechbläser, die feinen Einsätze der Holzbläser. Und natürlich das Geschehen auf der Hörbühne. Die Sänger erschienen mit Lunge und Korpus, sehr nachvollziehbar, was sich die Decca-Produzenten zudem als Bewegungsdramaturgie ausgedacht hatten. Insgesamt ein Lautsprecher-Paar ohne wirklichen Fehl und Tadel. Der Preis erstaunt."

Audiogramm

Pro
+ sehr feine Räumlichkeit
+ gute Abbildungsleistung
+ starkes Panorama

Kontra
- Bass nicht ultratief

Klangurteil: 80 Punkte
Preis/Leistung: überragend

Download des gesamten Tests als PDF-Datei

 

Veröffentlichungstermin: 6. April 2017

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