SO RICHTEN SIE EIN SURROUND-SOUND-SYSTEM EIN

Ein Surround-Sound-System lässt Sie so tief in das Filmgeschehen eintauchen, wie es Stereo allein nicht vermag. In diesem Artikel erklären wir, was ein erstklassiges Surround-System ausmacht und wie Sie ein Klangerlebnis, das genau den Visionen der Filmemacher entspricht, in Ihren eigenen vier Wänden verwirklichen können.

by Thomas S.

January 6th 2025

Mehrkanal-Audio – von Stereo bis hin zu Surround – erzeugt eine beeindruckende räumliche Tiefe, indem verschiedene Klänge über unterschiedliche Lautsprecher wiedergegeben werden. Die meiste Musik wird in Stereo aufgenommen und abgemischt. Das bedeutet, dass die Instrumente entweder mit einem Stereo-Mikrofon aufgenommen oder während des Mischvorgangs in einem Stereo-Panorama positioniert wurden – oder beides.

Surround-Sound funktioniert im Grunde nach dem gleichen Prinzip. Er kann zwar live mit einem separaten Mikrofon für jeden Surround-Kanal aufgenommen werden, in der Praxis wird Surround-Audio für Filme, Serien und Spiele jedoch oft genauso wie ein Stereo-Mix erstellt: indem einzelne Klangquellen gezielt in einem Surround-Panorama platziert werden.

Hier ist die Übersetzung für Ihren Guide, die den emotionalen Wert von Surround-Sound mit technischem Verständnis verknüpft – perfekt für anspruchsvolle Heimkino-Enthusiasten.


Warum eigentlich ein Surround-System?

Wenn ein Toningenieur ganze Arbeit leistet, kann er eine Stereoaufnahme erschaffen, die Sie bei korrekter Aufstellung der Lautsprecher in eine Klangbühne eintauchen lässt, die weit über die physische Position der Boxen hinausreicht. Im Idealfall fühlt es sich so an, als stünde Ihr Lieblingsmusiker leibhaftig direkt vor Ihnen im Raum.

Surround-Systeme gehen jedoch noch einen entscheidenden Schritt weiter: Sie füllen nicht nur den Raum vor Ihnen, sondern den gesamten Raum um Sie herum. Dabei machen sie sich eine biologische Tatsache zunutze: Während unsere menschliche Sicht auf einen Bereich vor unseren Augen beschränkt ist, nimmt unser Gehör Klänge aus allen Richtungen wahr – von den Seiten, von hinten und sogar von oben.

Der Unterschied zwischen Sehen und Hören

Obwohl sich die wichtigste Action in einem Film meist direkt auf der Leinwand abspielt, kommen entscheidende Geräusche oft von außerhalb unseres Sichtfeldes – genau wie im echten Leben. Das kann das Zischen einer Kugel sein oder eine Stimme aus dem Off.

  • Authentizität: Um eine Verfolgungsjagd realistisch wirken zu lassen, enthält ein Surround-Mix nicht nur die Geräusche, die der Fahrer durch die Windschutzscheibe sieht. Sie hören auch das Vorbeirauschen der Autos an den Seiten oder das bedrohliche Herannahen eines Verfolgers von hinten.

  • Die Grenzen von Stereo: Ein Stereo-Setup kann lediglich die Illusion von Klängen erzeugen, die zu den Bildern auf dem Bildschirm passen. Hochwertige Komponenten in einem akustisch optimierten Raum können zwar ein beeindruckend weites Stereo-Feld kreieren, doch die Fähigkeit zur totalen Immersion bleibt systembedingt begrenzt.

Mehr als nur Stereo

Da fast alle modernen Filmproduktionen mit dedizierten Surround-Mischungen veröffentlicht werden, ist es nur konsequent, für Ihr Heimkino über die klassischen Stereo-Lautsprecher hinauszugehen.

Um Ihnen die Auswahl der richtigen Lautsprecher zu erleichtern, erklärt dieser Artikel, was Sie für ein erstklassiges Setup benötigen und warum die einzelnen Komponenten so wichtig sind. Legen wir los!

Front-Lautsprecher

Wie bereits erwähnt, spielt sich im vorderen Bereich Ihres Systems ein Großteil des Geschehens ab. In der Regel übernehmen der linke und der rechte Frontkanal die lautesten Klänge, wie etwa Explosionen. Daher sollten Sie für diese Positionen ein Paar Standlautsprecher in Betracht ziehen, da deren physische Größe von Natur aus ein größeres Klangvolumen erzeugt. Doch auch ein Paar hochwertiger Regallautsprecher kann hervorragend funktionieren – insbesondere in Kombination mit einem Subwoofer (das ist die „.1“ in einem 5.1-Setup).

In der Praxis hängen die idealen Front-Lautsprecher von verschiedenen Faktoren ab:

  • Kleine Räume & moderate Lautstärke: Wenn Ihr Platz begrenzt ist oder Sie lieber bei geringerer Lautstärke hören, sind kompakte Standlautsprecher oder Regallautsprecher oft die beste Wahl.

  • Große Räume: Wenn Sie einen weitläufigen Raum mit sattem, fülligem Klang ausstatten möchten, empfehlen wir große Standlautsprecher.

  • Das ultimative Erlebnis: Wenn Sie das volle, markerschütternde Erlebnis suchen, genau wie es die Filmemacher beabsichtigt haben, ist die Ergänzung durch einen Subwoofer unverzichtbar.

Der Center-Lautsprecher

In der Regel werden Filmdialoge exakt in der Mitte abgemischt, vor allem wenn sich das Geschehen direkt auf dem Bildschirm abspielt. Ein dedizierter Center-Kanal-Lautsprecher gibt Ihnen die volle Kontrolle darüber, wie laut und präsent diese Dialoge wiedergegeben werden.

Bei manchen Filmen sind die Stimmen leiser abgemischt, als es dem persönlichen Geschmack entspricht. Mit einem separaten Center-Lautsprecher können Sie die Lautstärke gezielt für diesen einen Kanal an Ihrem Surround-Verstärker anpassen, ohne den restlichen Sound zu beeinflussen. Die meisten Center-Speaker sind speziell auf die authentische Wiedergabe von menschlicher Sprache optimiert, werten jedoch alle Klänge auf, die während der Postproduktion dem Center-Kanal zugewiesen wurden.

Der Center-Lautsprecher übernimmt alle Klänge, die direkt aus der Mitte des Geschehens auf dem Bildschirm kommen sollen. Idealerweise würden Sie den Lautsprecher daher exakt in der Mitte des Bildes platzieren. Während dies bei einer Projektionsleinwand durchaus möglich ist, besitzen die meisten Menschen einen Flachbildfernseher. In diesem Fall ist die einzige praktikable Option, den Center-Speaker direkt unter oder über dem Fernseher zu positionieren.

Um den Klang so nah wie möglich an das Geschehen heranzuführen, sind die meisten dedizierten Center-Lautsprecher für eine horizontale Aufstellung konzipiert. Dieses flache Design ermöglicht es, den Lautsprecher unauffällig in oder auf einem Medienmöbel zu platzieren.

Gibt es Alternativen? Theoretisch können Sie einen Center-Lautsprecher durch einen kleinen Regallautsprecher oder einen On-Wall-Lautsprecher ersetzen. Ein spezialisierter Center-Speaker liefert jedoch in der Regel klarere und kraftvollere Dialoge, da seine Treiberanordnung und Frequenzweiche exakt auf die Anforderungen der Sprachwiedergabe zugeschnitten sind.

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Surround-Lautsprecher

Jedes Surround-Soundsystem verfügt über mindestens ein Paar Surround-Lautsprecher. Diese Kanäle sind dafür verantwortlich, die Audioinformationen wiederzugeben, die die Klangbühne rund um die Hörposition erweitern – insbesondere nach hinten und zu den Seiten.

Dabei ist es wichtig, auf die unterschiedliche Terminologie der Systemkonfigurationen zu achten:

  • 5.1-System: Verfügt über ein einzelnes Paar Surround-Kanäle (meist seitlich hinter dem Hörer platziert).

  • 7.1-System (und höher): Nutzt mindestens zwei Paare – ein Paar seitliche Surround-Lautsprecher (Side Surround) und ein Paar rückwärtige Surround-Lautsprecher (Rear Surround).

Da Surround-Lautsprecher in der Regel keine extrem tiefen Bässe übertragen müssen, sind sie oft kompakter dimensioniert. Dennoch ist ihre Qualität im Mittel- und Hochtonbereich entscheidend: Das menschliche Gehör nutzt genau diese Frequenzen, um Richtungen präzise zu orten und Rauminformationen zu verarbeiten. Erst durch ihre feine Auflösung entsteht das Gefühl, wirklich in einer dreidimensionalen Umgebung zu sein.

Der Subwoofer

Ein Subwoofer reproduziert die tiefsten Frequenzen, die man nicht nur hören, sondern oft auch körperlich spüren kann. Von raumerschütternden Explosionen bis hin zum bedrohlichen Grollen eines Erdbebens – ein Subwoofer ist ein unverzichtbarer Bestandteil jedes erstklassigen Surround-Systems.

Wenn es um den Subwoofer geht (oder um mehrere Subwoofer in einem .2-Setup), ist die Platzierung im Raum weniger kritisch als bei den anderen Lautsprechern. Das liegt daran, dass das menschliche Gehör nicht in der Lage ist, die genaue Position von tieffrequenten Schallwellen zu orten.

Dennoch gibt es unterschiedliche Ansichten über den idealen Standort:

  • Nah an den Front-Lautsprechern: Einige Experten empfehlen diese Position, um ein zeitlich präzises Zusammenspiel mit den Hauptlautsprechern zu gewährleisten.

  • In einer Ecke: Dies kann die Bassintensität verstärken, führt jedoch häufig zu einem unangenehmen, „dröhnenden“ oder unpräzisen Klangbild.

  • Unsere Empfehlung: Experimentieren Sie! Jeder Raum reagiert anders. Probieren Sie verschiedene Positionen aus, um herauszufinden, wo der Bass in Ihrem Raum am saubersten und kraftvollsten klingt.

Weitere Details und alles, was Sie über Tieftöner wissen müssen, erfahren Sie in unserem kommenden Artikel, der sich ausschließlich dem Thema Subwoofer widmet.

Das Surround-Setup

Stellen Sie sich Ihr Surround-System vereinfacht als ein Rechteck vor, bei dem die vorderen und hinteren Lautsprecher (jeweils links und rechts) in den Ecken platziert sind. Der Center-Lautsprecher sollte dabei in exakt gleichem Abstand zwischen den beiden Front-Lautsprechern stehen.

In der Realität lässt sich diese perfekte Konfiguration jedoch nicht immer eins zu eins umsetzen. Oft zwingen uns Raumbeschränkungen zu Kompromissen:

  • Versetzte Platzierung: Vielleicht müssen die Lautsprecher etwas weiter zu einer Seite rücken statt mittig zu stehen.

  • Platzmangel: In kleinen Räumen bleibt oft keine Wahl, als die Surround-Speaker direkt hinter der Hörposition zu platzieren.

Die gute Nachricht: Auch wenn das nicht ideal ist, können nahezu alle modernen Surround-Receiver solche baulichen Einschränkungen ausgleichen. Sie ermöglichen es Ihnen, die Lautstärke und die Verzögerung (Delay) für jeden Kanal individuell einzustellen. Durch dieses präzise Fein-Tuning werden Sie mit einer immersiven, ausgewogenen Klangbühne belohnt – in fast jedem Raum.

Es gibt zahlreiche wertvolle Ressourcen zur Einrichtung, wie zum Beispiel die detaillierten Setup-Guides der Dolby Laboratories™.

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Sollten die Lautsprecher hinten oder an der Seite installiert werden?

Die kurze Antwort lautet: Es kommt ganz auf Ihren Raum und Ihr spezifisches Surround-Setup an.

In einem idealen Surround-System wären die Lautsprecher lückenlos rundherum und über der Hörposition platziert, um jeden erdenklichen Winkel abzudecken. Genau das leisten immersive Formate wie Dolby Atmos, die in professionellen Kinos Dutzende Kanäle und in High-End-Heimkinos 12 oder mehr Kanäle nutzen.

In einem klassischen 5.1-System (oder 5.0, falls Sie keinen Subwoofer verwenden) gibt es jedoch nur zwei Surround-Kanäle – und somit auch nur zwei Surround-Lautsprecher. Jeder Klang, der sich „um“ die Hörposition herumbewegt, wird über diese beiden Kanäle wiedergegeben. Auch wenn 5.1-Mischungen speziell für den Betrieb mit zwei Surround-Boxen erstellt werden, ist es keineswegs egal, wo genau diese stehen.

Ein professionelles Studio für Filmmischungen (oft als Soundstage bezeichnet) ist meist ein nahezu idealer Hörraum – oder zumindest akustisch deutlich besser optimiert als die meisten Wohnzimmer. Für Sie zu Hause bedeutet das: Es gibt nicht die eine, absolut richtige Platzierung. Stattdessen gibt es Positionen, die in Ihrem spezifischen Raum hervorragend funktionieren, und solche, die das Klangerlebnis eher trüben.

Man könnte sagen, dass die ideale Platzierung für Surround-Lautsprecher in einem 5.1-System irgendwo zwischen der seitlichen und der rückwärtigen Position liegt – also klassischerweise in den Zimmerecken. In der Praxis ist die beste Position für Ihren Raum jedoch schlicht diejenige, die hervorragend klingt und gleichzeitig den Alltag im Raum nicht behindert.

Bei einem 7.1-System ist die Aufteilung klarer definiert: Hier sollten die seitlichen Lautsprecher direkt links und rechts von der Hörposition platziert werden, während die rückwärtigen Lautsprecher ihren Platz hinter dem Hörer finden.

Falls Sie hinter Ihrem Hörplatz keinen Platz für klassische Gehäuselautsprecher haben, bieten sich In-Wall- oder In-Ceiling-Lösungen (Wand- oder Deckeneinbau) als diskrete und platzsparende Alternative an.

Wie weit sollten die Lautsprecher voneinander entfernt stehen?

Wenn Sie Ihre Lautsprecher zu nah beieinander oder zu nah an der Hörposition aufstellen, wirkt die Räumlichkeit und die Dynamik der Bewegungen im Klangfeld beengt und wenig beeindruckend. Stehen die Lautsprecher hingegen zu weit auseinander, entstehen „Klanglöcher“, die das gesamte Gefühl der Immersion stören. Um den bestmöglichen Sound zu erzielen, sollten Sie mit den Abständen zwischen den Lautsprechern sowie zur Hörposition experimentieren.

Um diesen Effekt zu verdeutlichen, können Sie ein Paar Stereo-Lautsprecher direkt nebeneinander aufstellen und eine Aufnahme mit einem weiten Stereo-Panorama abspielen, wie zum Beispiel Radioheads OK Computer. Sie werden bemerken, dass das Stereo-Bild zusammenbricht und jegliches Gefühl für Raum und Breite verschwindet – das Ergebnis klingt fast wie eine einkanalige Wiedergabe (Mono). Dasselbe würde passieren, wenn Sie Ihre Surround-Lautsprecher zu nah beieinander platzieren: Das Gefühl für den Raum ginge verloren.

Was ist also der ideale Abstand? Das hängt von Ihren Lautsprechern sowie der Größe und Gestaltung Ihres Raumes ab. Wir empfehlen, mit Ihrem Surround-Setup so lange zu experimentieren, bis Sie die optimale Konfiguration für Ihre individuellen Räumlichkeiten gefunden haben.

Wichtiger Hinweis für DALI-Besitzer: Falls Sie Lautsprecher mit einem breiten Abstrahlverhalten verwenden – wie die Modelle von DALI –, müssen Sie diese nicht auf die Hörposition einwinkeln. Tatsächlich kann ein direktes Ausrichten (Toe-in) zu einer übermäßig hellen Klangbalance führen. Zudem wird die Klangbühne dadurch weniger diffus, was das immersive Gefühl des „Eintauchens“ in den Sound verringert. Lassen Sie die Lautsprecher stattdessen einfach parallel zur Wand spielen.

In welcher Höhe sollten die hinteren Surround-Lautsprecher platziert werden?

Die Frage nach der korrekten Höhe für Surround-Lautsprecher ist ein weiteres Thema, das Heimkino-Enthusiasten häufig beschäftigt. Manche Experten raten dazu, sie so hoch zu positionieren, dass sie im Sitzen über den Kopf hinwegstrahlen („shoot over“). Dahinter steht die Absicht, eine direkte Ausrichtung auf den Hörplatz zu vermeiden, da sonst die diffuse, einhüllende Wirkung des Klangs verloren gehen könnte.

Wir bei DALI empfehlen jedoch, die Lautsprecher nach Möglichkeit so zu platzieren, dass sich die Hochtöner auf Ohrhöhe befinden. Dabei sollten die Lautsprecher nicht exakt auf den Hörer gerichtet sein, sondern ein Stück weit an der Hörposition vorbeistrahlen.

Das Gleiche gilt für Lautsprecher, die unter- oder oberhalb der Ohrhöhe platziert werden. Sie sollten stets experimentieren, um den optimalen Winkel und die beste Position zu finden. Dabei gilt es zu bedenken, dass ein diffuser Klang der Schlüssel zu glaubwürdigem Surround-Sound ist – und dass zu viel Direktschall die Illusion zerstören kann.

Stand- oder Regallautsprecher eignen sich hervorragend für Räume mit einer Rückwand. Doch was ist, wenn Sie Ihr Heimkino in einem offen gestalteten Wohnbereich einrichten möchten, in dem es beispielsweise keine Trennwand zwischen Wohnzimmer und Küche gibt? Möchten Sie dann wirklich Stand- oder Regallautsprecher – ganz zu schweigen von der ganzen Verkabelung – mitten im Raum stehen haben?

Die Lösung könnten Deckeneinbaulautsprecher sein...

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Kann man Surround-Lautsprecher in der Decke platzieren?

Ja, absolut. Während Deckeneinbaulautsprecher üblicherweise als Höhenkanäle in Systemen wie Dolby Atmos, DTS:X und Auro-3D zum Einsatz kommen, können sie in anderen Surround-Konfigurationen auch hervorragend als Rücklautsprecher (Rear-Speaker) dienen.

Falls das Aufstellen von Lautsprechern auf dem Boden für Sie keine Option ist, lassen sich mit Decken- oder deckennahen Lautsprechern erstklassige Ergebnisse erzielen. Dabei sollten Sie jedoch Folgendes beachten:

  • Alternativen prüfen: Je nach Abstand zu den Seitenwänden kann es manchmal sinnvoller sein, Wandeinbau- oder On-Wall-Lautsprecher seitlich der Hörposition zu verwenden, anstatt reine Deckenmodelle.

  • Das Ziel: Sie versuchen, ein geschlossenes Klangfeld ohne Lücken zu erschaffen, in dem kein einzelner Lautsprecher so dominant hervorsticht, dass er die Illusion zerstört.

  • Präzision bei der Planung: Für beste Ergebnisse empfehlen wir, einen professionellen Installateur zu beauftragen. Löcher in Wänden oder Decken flicken zu müssen, nur weil man die Lautsprecher an der falschen Position eingebaut hat, ist definitiv kein Vergnügen.

  • Flexibilität: Wählen Sie Deckeneinbaulautsprecher mit schwenkbaren Treibern (Directional Control). Diese ermöglichen es Ihnen, das Klangfeld auch nach dem Einbau noch feinjustieren zu können.

Wie laut sollten Surround-Lautsprecher sein?

Diese Frage wird oft gestellt. Wie bei so vielen Themen rund um Lautsprecher und Klang lautet die Antwort auch hier: Es kommt darauf an. Ein guter Ausgangspunkt ist sicherzustellen, dass die Front- und Center-Lautsprecher klar und deutlich zu hören sind – sie sind zweifellos die wichtigsten Komponenten in einem Surround-System.

Wenn die Surround-Lautsprecher an der Hörposition zu laut eingestellt sind, können sie den Center und die Hauptkanäle übertönen. Das Ergebnis ist ein unausgewogenes Klangbild, bei dem Effekte von hinten die Handlung auf dem Bildschirm unangenehm dominieren.

Moderne Surround-Receiver und Verstärker verfügen in der Regel über ein automatisches Einmesssystem (Room Correction). Dies ist ein hervorragendes Werkzeug, um die ersten Pegel präzise festzulegen. Dennoch sollten Sie nicht vergessen, das Ergebnis mit Ihren eigenen Ohren feinabzustimmen, um das beste Erlebnis für Ihr individuelles Setup zu erzielen.

Woran erkennt man eine gute Raumakustik?

Der Maßstab für einen Raum mit guter Akustik ist die Nachhallzeit. Nachhall entsteht, wenn Schallwellen von harten Oberflächen im Raum abprallen und erst nach und nach abklingen. Ein Raum mit guter Akustik sollte daher eine geringe Nachhallzeit aufweisen.

Hier ist ein einfacher Weg, um die Nachhallzeit in Ihrem Raum zu testen: Klatschen Sie einfach kräftig in die Hände oder sprechen Sie laut, während Sie sich in der Nähe der verschiedenen Lautsprecherpositionen aufhalten.

  • Das Warnsignal: Wenn Sie ein deutliches Echo hören, sollten Sie Ihre Akustik optimieren.

  • Der „Lineal-Effekt“: Sofern Sie keinen riesigen Saal bewohnen, werden Sie eher kurze Echos hören. Ein Händeklatschen klingt dann fast wie ein Lineal, das man über eine Tischkante schnellen lässt und das dort vibriert (sogenannte Flatterechos).

Raumgröße und Einrichtung

Die Herausforderung hängt stark von der Beschaffenheit Ihres Zimmers ab:

  • Große, karge Räume: Wenn Ihr Raum groß ist, über viele harte, parallele Flächen (wie Glas oder Beton) verfügt und nur spärlich möbliert ist, kann die Schaffung einer idealen akustischen Umgebung eine echte Herausforderung sein.

  • Kleinere, gemütliche Räume: In einem kleineren Zimmer mit einem weichen Sofa, einem Teppich und einem gut gefüllten Bücherregal reicht es oft schon aus, Dinge ein wenig umzustellen oder ein paar Zimmerpflanzen hinzuzufügen. Das ist bereits eine effektive Form der akustischen Optimierung.

Was genau sind eigentlich „akustische Maßnahmen“?

Jede Art von Material, das Schallwellen entweder absorbiert, reflektiert oder streut (diffundiert), kann als akustische Maßnahme betrachtet werden. In der Welt der Akustik gehört dazu alles – von flauschigen Kissen und Sofas bis hin zu Bücherregalen, Pflanzen und sogar anwesenden Personen.

Schwere Vorhänge werden oft eingesetzt, um den Klang eines Raumes zu verbessern, haben aber gleichzeitig den praktischen Nebeneffekt, das Licht draußen zu halten und störende Spiegelungen auf dem Fernseher oder der Leinwand zu reduzieren. Um wirklich zu verstehen, wie sehr diese Alltagsgegenstände den Klang beeinflussen, könnten Sie versuchen, sie alle aus dem Raum zu entfernen und den drastischen Unterschied zu hören … oder Sie vertrauen uns in diesem Punkt einfach.

Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Artikel: Wie Sie die Raumakustik in einem Raum verbessern.

Ein Hinweis zur digitalen Raumkorrektur

Die meisten modernen Surround-Verstärker und Receiver sind mit integrierten Algorithmen zur digitalen Raumkorrektur ausgestattet. Mithilfe eines Kalibrierungsvorgangs und eines mitgelieferten Messmikrofons ermöglicht Ihnen die digitale Raumkorrektur, schnell und einfach einen ordentlichen Surround-Sound zu erzielen.

Man sollte jedoch bedenken, dass die digitale Korrektur ihre Grenzen hat. Manchmal liefert sie vielleicht nicht ganz das exzellente Ergebnis, das man erwartet hat. Betrachten Sie die Automatik daher eher als Ausgangspunkt. Scheuen Sie sich nicht davor, die Platzierung Ihrer Surround-Lautsprecher oder die Raumakustik manuell anzupassen – basierend auf dem, was Ihre Ohren Ihnen sagen.

Vergessen Sie nicht: Wenn es gut klingt, dann ist es gut.

Fazit

Der ultimative Test sind immer Ihre eigenen Ohren: Erleben Sie die Immersion, die Sie erwarten? Sind die Dialoge klar verständlich und kommen sie aus der Mitte? Bewegen sich Effekte flüssig von einer Seite zur anderen und von vorne nach hinten? Wenn die Antwort „Ja“ lautet – hervorragend!

Sollte der Klang hingegen ungeordnet, unausgewogen oder schlicht unbefriedigend sein, gibt es Handlungsbedarf. Liegt es an der Positionierung der Lautsprecher? Sind die Pegel einzelner Kanäle vielleicht zu hoch oder zu niedrig? Entsprechen der Verstärker oder die Kabel nicht dem erforderlichen Standard? Oder müssen Sie vielleicht nur die Möbel ein wenig umstellen?

Denken Sie daran: Ihr lokaler Hi-Fi-Händler steht Ihnen jederzeit mit professioneller Beratung zur Seite, damit Sie die Faszination von immersivem Surround-Sound in Ihrem eigenen Zuhause voll auskosten können. Klicken Sie hier, um Ihren nächstgelegenen DALI-Händler zu finden.

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